Die Historie von Nordjütland | VisitNordjylland

Die Historie von Nordjütland

Dänemark, hierunter auch Nordjütland, blickt auf eine reichhaltige Geschichte zurück.

Die Wikingerzeit, die um 750 n. Chr. begann, gilt als ein besonders namhafter Zeitabschnitt der dänischen Geschichte. Während der gesamten Frühgeschichte Dänemarks gab es viele Kontakte mit dem Rest der Welt, erst mit dem Anfang der Wikingerzeit betrat das Land aber endgültig die europäische Bühne.

Die Wikinger, die Skandinavien vom 8. Jahrhundert bis ins Jahr 1042 beherrschten, waren die Vorfahren des robusten, fleiβigen Seefahrtsvolks der Dänen. Die Dänen gerieten deswegen in Verruf, weil die Wikinger überall Kirchen und Klöster plünderten, dieses etwas einseitige Bild überschattet aber ein dahinterliegendes Wechselspiel zwischen politischen und kulturellen Umständen eher komplexer Natur. Damals gab es regelmäβige Kriegsbeutezüge aus den skandinavischen Ländern Dänemark, Norwegen und Schweden, wobei sowohl Frankreich als auch England von den Wikingern gebrandschatzt wurden.

Die Wikingerzeit dauerte bis ums Jahr 1050 heran, wobei deren Ende hauptsächlich dem Dänenkönig Harald Blauzahn zu verdanken ist, der "die Dänen zu Christen machte" und hierdurch den Übergang zum Mittelalter in die Wege leitete. Der Jellingstein, der seitlich eine entsprechende Runeninschrift trägt, gilt als Nachweis der Leistung Harald Blauzahns und wird gelegentlich als Geburtsschein Dänemarks bezeichnet. Heute steht der Stein in Jelling, einer Ortschaft unweit der Stadt Vejle.

Im Zuge der voranschreitenden Christianisierung lieβ das aufkommende Mittelalter aus Dänemark ein regelrechtes Königreich mit Schlössern, eigener Währung, Brückenschlägen, Steinbauten, Büchern und lateinischer Schriftkultur werden. Diese geschichtliche Periode wird in der englischsprachigen Welt oft als Dunkle Jahrhunderte (“Dark Ages") bezeichnet. Ein düsterer Zeitabschnitt mit finsteren und mysteriösen, in bräunlichen Talaren gekleideten Personen, wo die Ermordung von Königen und Streit mit den Bischöfen zur Tagesordnung gehörten, so wie ständig Kriege geführt wurden und das Land durch den Schwarzen Tod flächendeckend verwüstet wurde. Diese Vorstellung vom Mittelalter hat sich bei den meisten Menschen eingebürgert, diese Einstellung ist aber überwiegend in skurrilen Mythen und Missverständnissen verwurzelt. Das Mittelalter war in der Tat sowohl eine bunte als auch eine dynamische Zeit, so wie die Menschen schöpferisch und innovativ waren. Mittelalterliche Kleidungsstücke waren keineswegs blass und unansehnlich – ganz im Gegenteil, denn sie waren meistens aus hell strahlenden Stoffen angefertigt, um zu den bunten Persönlichkeiten des Mittelalters zu passen. Stellen Sie sich darunter namhafte Gestalten vor wie z.B. Richard Löwenherz, Robin Hood, Ivanhoe und El Cid - und in Dänemark Bischof Absalon, den Gründer Kopenhagens, den Dänenkönig Waldemar Atterdag und seine Tochter Königin Margarethe I., "Herrscherin von Dänemark und Norwegen", die 1397 die Kalmarer Union gründete, durch die Dänemark, Norwegen und Schweden zum Königreich vereinigt wurde.

Von Land zu Land wird der mittelalterliche Zeitabschnitt jeweils unterschiedlich definiert, in Dänemark deckt er sich jedoch mit der katholischen Zeit, die mit der Christianisierung um das Jahr 1000 herum beginnt und mit der 1536 vollzogenen Reformation endet. Das Jahr 1999 wurde in Dänemark als Jahr des Mittelalters ausgerufen und landesweit durch zahlreiche Veranstaltungen mit einem mittelalterlichen Bezug gefeiert. In Nordjütland gibt es viele Überreste dieser interessanten Periode dänischer Geschichte mit unzähligen sehenswerten Kirchen, Klöstern, Burgen, Herrenhäusern und Festungen, die ausnahmslos Faszinierendes zu erzählen haben.

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