Bernstein - Gold des Nordens | VisitNordjylland

Bernstein - Gold des Nordens

Bernstein - Gold des Nordens

Lieben Kindern gibt man viele Namen. Nach „Dänemarks Gold“ zu suchen ist ein tolles Erlebnis. Die Rede ist natürlich von Bernstein – 30-50 Millionen Jahre altes fossiles Baumharz ausgestorbener Nadelbäume.

Es bedarf an Erfahrung, Geduld und viel Glück ein Stück Bernstein zu finden. Am erfolgreichsten ist man an der dänischen Nordseeküste nach einigen Tagen mit günstigen Winden (aus West- oder Südwest) und nachfolgenden Tagen mit stillem Wasser. 

Der Bernstein treibt mit Wasserpflanzen und Tang an den Strand, und die meisten Stücke findet man in seichtem Wasser. Bernstein ist wahrscheinlich unser ältester Edelstein. Wir wissen, dass unsere Vorfahren im Norden bereits im frühen Mittelalter Bernstein schätzten und zu Tauschgeschäften nutzten, wenn sie mit Italienern und Griechen handelten. 

Im alten Rom war Bernstein so beliebt, dass er nicht nur als Schmuck, sondern auch in Bechern und anderen praktischen Gegenständen verarbeitet wurde. Die Römer wussten ebenfalls, dass Bernstein unter Hitze aromatische Düfte entwickelt und nutzten ihn deshalb als Weihrauch.

Bernstein war selten, und ihn zu besitzen war daher ein Zeichen für Reichtum. Er wurde für Rosenkränze und Schmuck verwendet, aber auch für Kunsthandwerk und Gebrauchsgegenstände. Das Meisterwerk aller Meisterwerke war die Bernsteinkammer in Sankt Petersburg. Der preußische König Friedrich I war von Bernstein fasziniert und wollte sein Arbeitszimmer in Berlin als riesige Bernsteinkammer einrichten. Die besten Handwerker Europas arbeiteten 8 Jahre lang an der Gestaltung und dem Verlegen von 100.000 Bernsteinstücken in atemberaubenden Mosaik-Paneelen.

Der russische Zar war jedoch so begeistert von dem außergewöhnlichen Handwerk, dass man ihm die Paneele als Geschenk überreichte. Diese wurden im Winterpalast und in einem anderen Palast bei Sankt Petersburg installiert – 1944 wurde der „Bernsteinsaal“ von den Nazis beschlagnahmt und verschwand auf wundersame Weise. Seitdem hat niemand die Arbeiten gesehen. Sollte man Glück haben und ein Stück Bernstein finden, lässt er sich ganz einfach von gewöhnlichen Steinen unterscheiden.

Bernstein ist leicht und wiegt nur ein Drittel eines Steins. Bernstein hat einen hohlen Klang. Wenn man ihn vorsichtig gegen die Zähne klopft, hört er sich hohl an. Steine sind kühler als Bernstein, und Bernstein ist weich. Mit einem Stein kann man im Bernstein ritzen und kleine Stücke absplittern. Das ist bei einem Stein nicht möglich. Schließlich brennt Bernstein mit einer roten, rußigen Flamme. Deshalb heißt Bernstein auch „Brennstein“ auf Schwedisch und Deutsch. Und Bernstein lädt sich bei Reibung an Wolle elektrisch auf. Das Wort „Elektrizität“ stammt aus dem griechischen Wort für Bernstein „Elektron“!

Einzigartiger schmuck

Bernstein finden Sie vor allem an den Küsten der Ostseeländer. Seit Jahrhunderten wird Bernstein in der Herstellung von Schmuck und anderen Schmuckgegenständen verwendet. So auch heute, wo viele Künstler noch immer von den faszinierenden geflammten Farben verzaubert sind. Aber auch Gold, Silber, Edelsteine oder Perlen werden in der Herstellung anmutender Unikate verwendet, die von der rauen nordischen Natur inspiriert sind.

Siehe alle Kunsthandwerker in Nordjütland hier

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