Bulbjerg Skumring

Bulbjerg Vogelfelsen und Bunker

Foto: VNJ

Die Vögel strömen aus allen Richtungen nach Bulbjerg und es gibt eine Menge Platz, denn der massige Felsen erhebt sich 47 Meter von der Meeresoberfläche.

Bulbjerg ist der einzige Felsen Jütlands, welcher sich 47 Meter über dem Meer erhebt und unter anderem auch als "Jütlands Schulter" bekannt ist. Außerdem ist er Dänemarks einziger Vogelfelsen. Bei gutem Wetter und klarem Himmel können Sie sowohl den Leuchtturm Rubjerg Knude, als auch Hanstholm von der Spitze des Felsens sehen.

Abgesehen von der fantastischen Aussicht über die Nordsee ist der Kalksteinfelsen auch Heimat für einen Reichtum an Vogelarten; unter anderem 500 Dreizehenmöwenpaare (die weltweit verbreiteste Möwenart), Basstölpel, Raubmöwen, Papageitaucher und Eissturmvögel, wobei man bei der letzten Art versucht hat ein Brutverhalten herbeizuführen.

Bulbjerg ist der ständigen Erosion durch die gewaltigen Wellen der Nordsee ausgesetzt, welche große Kalksteinstücke verschlingen und an dem Strand nebenan ablagern.

Die Geschichte hinter Bulbjerg
Ursprünglich war Bulbjerg eine vom Meer, welches bis zu Beginn der Zeitrechnung Teile der Landschaft Thy bedeckte, umgebene Insel, zumal der Felsen in der Wikingerzeit als eine Peilmarke diente, die die Öffnung der Nordsee kennzeichnete. Damals segelten sie von der Wikingerburg Aggersborg den Limfjord Richtung Vust und erreichten am Ende Bulbjerg. Im 12. Jahrhundert kam es allerdings zur Versandung dieser Route, sodass aus dem Limfjord ein Fjord wurde.

Bis 1978 stand dort der Felsen Skarreklit, welcher 16 Meter hoch war und nach Kormoranen benannt wurde, die sich auf dem Felsen niedergelassen hatten. Während eines Sturmes kippte dieser Felsen jedoch um und reicht heute nur noch bis an die Wasseroberfläche. 

Außerdem wurde 1907 ein Badehotel nahe Bulbjerg errichtet, welches allerdings von den deutschen Streitkräften im 2. Weltkrieg besetzt wurde und in eine kombinierte Funkpeil- und Radarstelle umfunktionert wurde, wobei sie sich am Ende der Besatzungszeit des Weltkrieges dafür entschieden, das Badehotel in die Luft zu jagen, da es als Peilmarke vom Meer aus dienen konnte.