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Svinkløv Badehotel
Svinkløv Badehotel

Die Geschichte der Badeferien

Im hohen Norden können Sie sich aufgrund der Badehotels wie in eine andere Zeit zurückversetzt fühlen. Die Wände der Badehotels in Nordjütland strahlen Geschichte und Gelassenheit aus und bieten Zuflucht vom stressigen Alltag.

Die Bademode hat sich mehrere Male seitdem geändert, aber die Stimmung am Strand ist immer noch die gleiche. Die Haut schrumpft auch in diesem Jahr auf die selbe Art zusammen, wie Sie es vor hundert Jahren schon gemacht hat. Die Wellen rauschen, der feine weiße Sand und die ewige Wandelbarkeit der Dünen ist die selbe, als sich die ersten Stadtbewohner auf die lange Reise von der Stadt in die Badehotels machten, um neue Energie und Vitalität zu bekommen.

Die Küste in den alten Tagen

Die Bevölkerung an der Küste lebte Jahrhunderte überwiegend von Landwirtschaft, Handel, Fischerei, Jagd usw. Die Fischerei und die Landwirtschaft wurden an einen Zyklus angepasst, sodass man in den Zeiträumen des Jahres fischte, in denen keine Landwirtschaft betrieben werden konnte.

Die Bedingungen zum Segeln in der Jammerbucht kostete eine Anzahl an Menschenleben. Der Hintergrund dafür waren die vielen Schiffsunglücke, die entlang der Küste stattfanden, wo oft ein starker Strom herrschte und wo der Wind aus Westen die Schiffe an die Küste drückte. Der Name "Jammerbucht" bezieht sich auf die vielen, die dadurch ums Leben kamen.

Lesen Sie mehr über die Geschichte hinter "Jammer".

Hier sprechen wir in einem passenden Ton und genießen das Essen mit einem Ausblick auf die Dünen und Wellen.

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Rettungsstationen

Ungefähr ab dem Jahr 1852 wurden entlang der ganzen Küste Rettungsstationen eingerichtet. Die Stationen waren rot-weiß und mit einer geteilten Flagge auf den Toren. Die Rettungsstationen wurden mit der lokalen Bevölkerung besetzt, welche ein herausragendes Wissen über das Meer hatten. Ein Bergungspool war für die Bergung der Schiffsladung verantwortlich und bekam eine gute Bezahlung dafür. In einem guten Strandungsjahr konnte dies mehr als die Fischerei einbringen. Die Bevölkerung der Jammerbucht versuchte bei jeder Gelegenheit, es mag wie ein Gerücht klingen, sich seinen Anteil des gestrandeten Gutes zu holen, bevor es von dem Bergungspool gefunden und auf Auktionen verkauft wurde, um Geld in die Staatskasse zu bringen. Die Marktplatzprivilegien bedeuteten, dass die Stadt das Monopol bei fast allen Geschäften hatte. Die Küstenbewohner bekamen nämlich 1686 einen königlichen Brief, in dem stand, dass Sie die Rechte hatten, mit dem Boot oder Fischerboot zwischen Klitmøller und Løkken zu landen. Der Grund dafür war, dass ihnen Holz fehlte, welches man in Norwegen hatte und den Männern des Nordens fehlte es an Getreide und landwirtschaftlichen Produkten, die sich in Vendsyssel und Thy vorfanden.

Stenbjerg landingsplads
Stenbjerg Landingsplads

Die ersten Badestädte

Ende des 19. Jahrhunderts begann man Ferienhäuser, so wie wir Sie heute kennen, zu bauen, da Ärzte die Ansicht bekamen, dass frische Luft und das Baden im Meer eine besondere Auswirkung auf die Gesundheit hat. Der Gedankengang war, dass man von der Luft in den Städten, in denen oft Epidemien herrschten, krank wurde und zusammen mit der allgemeinen schlechten Hygiene stieg die Sterblichkeitsrate an. Als erstes waren es die Künstler, die die Strände und das besondere Licht "einnahmen", aber schnell folgte ihnen die Bürgerschaft. Am Anfang mietete man sich bei den lokalen Menschen ein, aber schnell kam der Wunsch danach etwas eigenes zu haben und in den 1890ern wurden die ersten richtigen Ferienhausgrundstücke abgesteckt.

Anfang des 20. Jahrhunderts war wirklicher Urlaub nur für ein paar vorgesehen, dies änderte sich allerdings langsam während der 1920er und 30er Jahre und mit dem Urlaubsgesetz von 1938 bekamen alle das Recht auf zwei Wochen bezahlte Ferien. Dies erschaffte ein extra Interesse an neuen und billigen Ferienhäusern und viele dieser Häuser wurden als primitive Wochenendhütten aus vorhandenden Materialien aufgeführt - oder man stellte einen ausgedienten Eisenbahn- oder Straßenbahnwaggon auf sein Grundstück, welches oftmals im Fahrradabstand zur Stadt lag. Aber die zeitgenössischen Badegäste wollten nicht nur Bewegung, frische Luft, das Baden im Meer und gutes Essen haben - Sie wollten auch spaßige Unterhaltung haben. Swing und Jazz verbreitete sich unter den Badegästen und heute stehen hier immer noch mehrere Badehotels, die Livemusik und Kunstausstellungen anbieten.

Die Maler Skagens

Umgeben von schönster Natur und harschen Wetterbedingungen, bildete eine Gruppe junger Künstler in den 1870ern in dem einfachen Fischerdorf Skagen eine Künstlerkolonie. Hier fanden Sie Inspiration ineinander, in dem Licht, in der Natur und in dem harten und gefährlichem Leben der Fischer. 1859 übernachtete H. C. Andersen in dem einzigen Hotel Skagens, dem Brøndums Hotel - inspiriert von der Natur Skagens schrieb er: "Wenn Sie ein Maler sind, dann folgen Sie uns hierauf. Hier gibt es Motive für Sie. Hier ist die Gedichtszene. Hier in dem dänischen Land finden Sie eine Natur, welche Ihnen ein Bild von der Wüste Afrikas, von dem Aschehügel Pompeis und von Vögeln schwimmende Sandbänke in dem Weltenmeer gibt".

Brøndums Hotel Skagensmalerne
Brøndums Hotel

Die weißen Badehäuser in Nordjütland

Da es nicht modisch war sonnengebräunt zu sein, konnte man am Strand besondere Korbstühle mieten, in denen man, während Unterhaltungen, nur im Schatten der Sonne sitzen konnte und es wurden besondere mobile Badezimmer eingerichtet, in denen man sich vor und nach dem Baden im Meer umzog. Am Anfang wurden die mobilen Badezimmer ans Wasser gezogen, aber als allmählich mehr und mehr Gäste kamen, wurden die mobilen Badezimmer zu Badehäusern, welche fest am Strand standen. Die Badehäuser waren ein fester Bestandteil des Strandlebens und die Badehotels entlang der Küste hatte alle ihre eigenen Badehäuser für die Gäste. An einigen Stellen bezahlte man dafür die mobilen Badezimmer/Badehäuser zu benutzten und man konnte auch einen Badeanzug ausleihen. Oftmals war es eine ältere Dame oder ein älteres Ehepaar, welche sich um die Badehäuser kümmerten und die Badeanzüge nach Benutzung wuschen und zum Trocknen für den nächsten Badegast aufhangen. Sehen Sie die weißen Badehäuser an der Nordseeküste.

Hvide badehuse på Blokhus strand
Blokhus

Badestädte und Badehotels heutzutage

Heutzutage haben sich Nordjütlands Badestädte wie Skagen, Blokhus, Løkken und Lønstrup zu gemütlichen Städten entwickelt, die das ganze Jahr über einen Besuch wert sind und jeweils einen eigenen Charakter haben. Erleben Sie das kreative Stadtleben mit Glaspustereien und Schmuckkünstlern in Lønstrup oder sehen Sie die beeindruckenden Papierkünstler in Blokhus. Klassische Badehotels ragen in den Badestädten entlang der Küsten Nordjütlands heraus. Hier sind Qualität und Verwöhnung selbstverständlich und das Wasser und die Natur sind ein unverzichtbarer Teil des Erlebnisses.

Ein Aufenthalt in einem der traditionsreichen Badehotels Nordjütlands bringt Sie zurück in die Stimmung, die Sie vielleicht aus der dänischen Serie "Das Badehotel" kennen. Die Hotels liegen in schönen Naturgebieten, die zu einem Spaziergang an der frischen Luft einladen. Die Wellen brechen sich und treffen auf den Strand und die Restaurants bieten imponierende kulinarische Erlebnisse. Eine ganz normale Fischfrikadelle wird zu etwas ganz besonderem, wenn sie von einem kreativen Koch zubereitet wird. Sehen Sie einige der wunderbarsten Badehotels Nordjütlands.