Råbjerg Mile

Råbjerg Mile

Foto: Niels Thye

Råbjerg Mile ist Dänemarks größte Wanderdüne und liegt nur einen Steinwurf von Skagen entfernt. Der Sand in den Schuhen lässt sich bei einer Tour auf der Düne nicht verhindern, dafür sehen Sie eine Sehenswürdigkeit, die Sie nirgendwo sonst in Dänemark erleben können.

Die Wanderdüne misst rund 1000x1000 Meter, beinhaltet 3,5 Millionen m3 Sand, ist bis zu 40 Meter hoch und deckt eine Fläche von ca. 2 Quadratkilometern ab - dabei bewegt sich die Düne jedes Jahr 15 Meter Richtung Nordost. Das bedeutet, dass in ungefähr 100 bis 200 Jahren die Hauptverkehrsstraße nach Skagen komplett von Sand bedeckt sein wird und dass Bäume oder ähnliches, die von der Wanderdüne bedeckt wurden, ca. 40 Jahre später auf der anderen Seite wieder auftauchen. Das gilt auch für kleine "Mile Seen", die aufgrund des variierenden Grundwasserspiegels verursacht wurden. Diese Seen sind am Anfang schlecht für die Vegetation, aber schon nach kurzer Zeit kehren die Pflanzen zurück.

Ziehen Sie Ihre Schuhe aus und spüren Sie die Sandkörner zwischen Ihren Zehen.
Dies ist ein Ort, an dem Sie neue Energie tanken und wo Kinder ihren inneren Superhelden an den steilen Dünen entfalten können.

Die Wanderdüne hinterlässt eine niedrige und feuchte Sandfläche, welche sich in westlicher Richtung bis Skagerrak erstreckt, wo sich Råbjerg Mile vor mehr als 300 Jahren in der Landschaft, genannt Råbjerg Stene, gebildet hat. 

Die ganze Gegend um Skagen herum wurde vom Sandtreiben geplagt, wobei der Sand aus Westen herangeweht wurde und sich als Dünen ablagerte, wodurch der Boden nicht mehr landwirtschaftlich genutzt werden konnte. Die dort lebenden Menschen wurden, nach einem Kampf gegen den Sand, von ihren Häusern vertrieben, was die Versandete Kirche , die auch dem Vordringen der Düne zum Opfer fiel, eindrucksvoll belegt. Heute kann man nur noch den Kirchturm aus dem Sand ragen sehen und es wurden Strandhafer und Nadelbäume angepflanzt, um das Sandtreiben zu bremsen.

Jedoch steht das Gebiet heutzutage unter Naturschutz und befindet sich im staatlichen Besitz, nachdem vor allem Jeppe Aakjær heftig protestiert hatte, da die Plantagen, die das Sandtreiben stoppen sollten, viele schöne Naturgebiete zerstörten.

Bitte beachten: Bei einer Wanderung auf der Wanderdüne Råbjerg Mile besteht die Gefahr auf Treibsand zu stoßen!