Sankt Hans i Løkken Turismeudvikling Hjørring

Sankt Hans in Nordjütland

Foto: Turismeudvikling Hjørring

Die knisternde Wärme des Feuers, ein schönes Lied und ein atemberaubender Sonnenuntergang - Sankt Hans ist ein Tag, an dem Traditionen gepflegt werden und neue Erinnerungen entstehen.

Der Sankt Hans Abend wird am 23. Juni gefeiert und wie der Weihnachtsabend ist der Sankt Hans Abend ein Überrest heidnischer Bräuche, wo der kürzeste Tag des Jahres, die Wintersonnenwende, und der längste Tag des Jahres, die Sommersonnenwende, gefeiert werden. Heutzutage feiert man Sankt Hans typischerweise mit einem großen Feuer, in welchem eine Figur, die einer Hexe ähnelt, verbrannt wird, einer Lagerfeuerrede und dem Lied Midsommervisen - ein von Holger Drachmann geschriebenes dänisches Lied.

In Nordjütland gibt es eine breite Auswahl an Sankt Hans Veranstaltungen, bei denen man den Abend bei einem Lagerfeuer entspannt ausklingen lassen kann.

Warum feiern wir Sankt Hans?

Sankt Hans ist ein Verschmelzen von vielen Traditionen.

Jesus' Vater, Johannes Døberen, hatte angeblich am 24. Juni Geburtstag und da wir in Dänemark die heiligen Tage einen Abend davor feiern, feiern wir Johannes Geburtstag am Sankt Hans. Es ist auch der Name Johannes, welcher in Sankt Hans verkürzt wurde. Außerdem wird Sankt Hans am Mittsommerabend, der kürzesten Nacht des ganzen Jahres, gefeiert. Die Leute erzählen Geschichten darüber, dass dieser Abend besondere Kräfte zum Leben erweckt, welche unter anderem an diesem Abend für medizinische Künste eingesetzt werden.

Zurück in der Zeit diente das Feuer am Sankt Hans Abend als Weckruf, um darauf hinzuweisen, dass die Tage kürzer und böse Mächte ferngehalten werden. Eine der bösen Mächte, welche man angeblich nur in der magischen Nacht finden konnte, waren Hexen. Daher verbrannte man bis 1693 Männer und Frauen auf dem Scheiterhaufen, wenn man Sie als Hexen und Zauberer verdächtigte. Es dauerte allerdings bis zum 20. Jahrhundert, dass die Tradition, eine Hexe für das Lagerfeuer herzustellen, entstand.